Burg Eltz, Wierschem
Eltz, Moselzufluss bei Flusskilometer 34

Bis zu 70 Meter hoch ragt der elliptische Felskopf über die Eltz, die ihn auf drei Seiten umfließt. Darauf wurde im 12. Jahrhundert eine Burg gebaut und ist seit 8 Jahrhunderten im Besitz der Adelsfamilie.

Die rund 60 Kilometer lange Eltz fließt von der Eifel Richtung Mosel, durchfließt pittoreske Dörfer wie Monreal und trennt das Maifeld von der Eifel. Früher habe man nie über den Fluss hinweg geheiratet, nicht einmal miteinander getanzt, hat mir meine Großmutter erzählt Diesseits des Flusses lebten die stolzen Maifeld-Bauern mit ihren fruchtbaren Böden, klimatisch begünstigt zwischen Elz und Mosel als Teil des Mittelrheinischen Beckens, jenseits der Eltz die Eifelaner mit ihren kargen Böden in den höheren Bergen.

Entlang der Bäche führten oft Handelswege, so vermutlich auch entlang der Elz. Zum Glück wurde die Burg nicht oft ernsthaft bekriegt. In den Jahren 1331–1336 widersetzten sich die Eltzer Herren zusammen mit anderen freien Reichsrittern der Territorialpolitik des Erzbischofs und Kurfürsten Balduin von Trier. Der Trierer baute die Trutzeltz auf einem Felsvorsprung oberhalb der Burg und erklärte die Eltzer Fehde. Die freien Reichsritter verloren ihre Reichsfreiheit. Balduin ernannte Johann zum Burggrafen, als Untertan, nicht als freier Ritter.

Heute wird die Burg von Gästen belagert: Schulkinder aus der Region und Reisegruppe vom anderen Ende der Welt machen die Burg zu einem der beliebtesten Reiseziele in Deutschland.

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